Mitarbeiter einstellen

Wenn Sie einen Mitarbeiter einstellen, brauchen Sie diverse Unterlagen von ihm. Sie müssen die Daten an die Behörden melden, z. B. an das Finanzamt oder an die Sozialversicherung.

Der erfolgreiche Start ins Arbeitsleben beginnt meist mit Abgabe der Arbeitspapiere. Der neue Mitarbeiter muss folgende Dokumente beibringen:

  • seine Steueridentifikationsnummer
  • den Sozialversicherungsausweis
  • Schul- und Arbeitszeugnisse, Bankverbindung und Meldezettel
  • eine Mitgliedsbescheinigung seiner Krankenkasse (in Österreich die E-Card)

bei Ausländern die Arbeitserlaubnis


Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag regelt das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach dem gültigen Recht. Um spätere Schwierigkeiten zu vermeiden, empfiehlt sich das in schriftlicher Form.

Zum Mindestinhalt zählt die Bezugnahme auf einen Tarifvertrag, Arbeitszeit, Probezeit, Kündigung und Urlaubsdauer. Empfehlenswert ist es jedoch weitere Punkte zu regeln. So kann beispielsweise eine Geheimhaltungsvereinbarung wichtig sein oder Fortbildungskosten, Reisekosten und die private Nutzung des Dienstwagens.

Herr Alois Kunze beginnt bei der Firma AHP Messtechnik als Exportverkäufer zu arbeiten. Lesen Sie also seinen Arbeitsvertrag.

Zwischen AHP Messtechnik GmbH, Schulstraße 234, 11 170 Berlin

vertreten durch Mathias Riepel

Arbeitgeber  

 

und

 

Herrn Alois Kunze
wohnhaft: Rathausstraße 7, 10178 Berlin

Arbeitnehmer

 

wird folgender Arbeitsvertrag abgeschlossen:

 

1. Tätigkeitsbereich

Der Mitarbeiter wird als Exportverkäufer angestellt.

 

2. Beginn des Arbeitsverhältnisses

Das Arbeitsverhältnis beginnt am 15. 02. 2015.

 

3. Probezeit

Das Arbeitsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die ersten drei Monate gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseits jederzeit gekündigt werden.

 

4. Arbeitsvergütung

Der Arbeitnehmer erhält monatliche Bruttovergütung von 2 900 €. Bei entsprechender Eignung wird das Gehalt nach sechs Monaten auf 3 900 € erhöht.

 

5. Arbeitszeit

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt zurzeit 40 Stunden. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit richten sich nach der betrieblichen Einteilung.

 

6. Urlaub

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf einen gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Arbeitstagen im Kalenderjahr. Der Arbeitgeber gewährt zusätzlich einen vertraglichen Urlaub von weiteren 5 Arbeitstagen.

 

7. Krankheit

Ist der Arbeitnehmer infolge Krankheit arbeitsunfähig, so besteht Anspruch auf Fortzahlung des Gehaltes bis zur Dauer von sechs Wochen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen. Die Arbeitsverhinderung ist dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen.

 

8. Nebentätigkeit

Nebentätigkeiten sind der Firma mitzuteilen.

 

9. Kündigungsfrist

Die vereinbarte beiderseitige Kündigungsfrist beträgt beiderseitig vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.

 

10. Vertragsbruch

Für den Fall eines groben Verstoßes gegen die Sorgfaltspflicht durch den Arbeitnehmer, wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 30 % des monatlichen Bruttolohnes vereinbart.

 

11. Sonstige Vereinbarungen

Jedwede Änderung dieses Vertrages bedarf der Schriftform.

 

…………………..

Ort, Datum

 

………………………                                                ………………………………

Unterschrift Arbeitgeber                                             Unterschrift Arbeitnehmer


Personalkosten

Personalkosten gliedern sich in das Bruttogehalt und die gesetzlichen Sozialabgaben. Für die Kostenrechnung müssen Sie jedoch noch weitere Posten berücksichtigen, zum Beispiel Sozialeinrichtungen im Betrieb, Aus- und Weiterbildungskosten, Ausfallzeiten, Krankenstände, Bonifikationen, eventuell Zuschüsse an den Betriebsrat für Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Betriebsausflug usw.

Die gesetzliche Sozialversicherung teilt sich in verschiedene Versicherungen auf. Dazu gehören:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung,
  • Arbeitslosenversicherung.

Dazu müssen Sie als Arbeitgeber die Unfallversicherung bezahlen.

Macht ein Mitarbeiter auf Kosten des Betriebs eine Fortbildung, sichern Sie sich gegen eine frühzeitige Kündigung ab. Sie können vereinbaren, dass der Mitarbeiter die Weiterbildungskosten zurückzahlen muss, wenn er das Unternehmen bis zu einem bestimmten Datum verlässt.

Machen Sie sich auch bewusst, dass für einen neuen Mitarbeiter zusätzliche Investitionen anstehen, zum Beispiel ein EDV-Arbeitsplatz, ein Schreibtisch, Telefongebühren und anteilige Büromiete. Denken Sie auch daran, dass die Einarbeitung Zeit und Geld kostet.